Clevere Energienutzung in Europa in Sicht
09.03.2011 - Mit neuen Vorschlägen will die EU den Energiesparbemühungen bis 2020 einen neuen Anstoß geben und bis 2050 eine echte kohlenstoffarme Wirtschaft schaffen. Dadurch würden Einsparungen von 1000 Euro pro Haushalt und die Schaffung von zwei Millionen neuen Arbeitsplätzen möglich.
Quelle: Pressemeldung EU-Kommission
Die Bemühungen der EU zur Bekämpfung des Klimawandels bei
gleichzeitiger Sicherung des europäischen Energiebedarfs sind Teil der
Wachstumsstrategie Europa 2020.
Für 2020 wurden bereits drei Kernziele festgelegt: Senkung der Treibhausgasemissionen um 20 %, Steigerung des Anteils erneuerbarer Energien am Gesamtenergieverbrauch auf 20 % und Senkung des Energieverbrauchs um 20 %.
Im Hinblick auf die ersten beiden Ziele kommt die EU gut voran, mit den Energieeinsparungen tut sie sich aber noch schwer. Daher will die Kommission die Anstrengungen verstärken. Gleichzeitig erläutert sie ihre Vorstellung, die EU langfristig in eine kohlenstoffarme und doch wettbewerbsfähige Wirtschaft umzuformen.
Energieeffizienz
Der neue Energieeffizienzplan
- mit den
eingangs erwähnten Vorteilen - umfasst Forderungen,
- den Energieverbrauch jedes Jahr in mindestens 3 % aller öffentlichen Gebäude zu verringern und die Energieeffizienz zum Bestandteil aller Ausschreibungen der öffentlichen Hand zu machen;
- den Energieverbrauch in gewerblich genutzten Gebäuden zu verringern;
- den Energieverbrauch von Haushaltsgeräten weiter zu senken;
- die Effizienz bei Stromerzeugung und Gebäudeheizung zu steigern;
- Anforderungen an die Energieeffizienz industrieller Ausrüstungen zu erstellen;
- Energieaudits und Energiemanagement in Großunternehmen einzuführen;
- intelligente Verbundnetze und Zählgeräte einzuführen, so dass die Verbraucher Energie sparen und ihren so erzielten Gewinn berechnen können.
In den kommenden Monaten wird die Kommission Gesetze zu diesen
Maßnahmen vorschlagen.
CO2-arme Wirtschaft
Der Fahrplan für eine CO2-arme Wirtschaft
zeigt
kostengünstige Wege auf, wie die EU ihre Treibhausgasemissionen bis
2050 auf nur 5-20 % des Stands von 1990 weiter senken und doch
wettbewerbsfähiger werden kann.
Der Plan würde zusätzliche Investitionen in Höhe von jährlich 270 Milliarden Euro erfordern, die Umwelt- und Verkehrstechnologien, Infrastrukturen wie intelligenten Stromverbundnetzen und dem Umweltschutz zugute kämen. Derzeit werden in der EU rund 19 % des BIP in diese Bereiche investiert.
Das Geld würde durch Einsparungen bei Öl- und Gaseinfuhren in Höhe von jährlich 175-320 Milliarden Euro wieder hereingeholt.




