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Verbindliche Energieeffizienzmaßnahmen der EU

— abgelegt unter:

22.06.2011 - Ressourcenschonendes Europa - Deutlich höhere Energieeinsparungen durch neue Maßnahmen würden dazu beitragen, dass die EU ihr Ziel einer 20 %igen Verbrauchssenkung bis 2020 erreicht.

Quelle: EU Kommission

Die EU-Strategie zur Bekämpfung des Klimawandels hat drei Hauptziele:

  1. Senkung der Treibhausgasemissionen um 20 %,
  2. Steigerung des Anteils erneuerbarer Energien am Gesamtenergieverbrauch auf 20 % und
  3. Senkung des Energieverbrauchs um 20 %.

Bei den ersten beiden Zielen macht die EU gute Fortschritte, doch bei der Senkung des Energieverbrauchs besteht Aufholbedarf. Nach derzeitigem Stand wird die EU nur eine halb so große Senkung wie angestrebt erreichen. Um verlorenen Boden wieder gutzumachen, schlägt die Kommission verbindliche Energieeffizienzmaßnahmen vor.

 

Energiepläne

 

Nach den Vorschlägen müssten alle Länder Energiesparpläne aufstellen.

Die Energieversorger müssten ihre Kunden dazu anregen, mehr auf Energieeffizienz zu achten, wodurch die verkauften Energiemengen jährlich um 1,5 % zurückgingen.

Beispielsweise könnten sie Hausbesitzern dabei helfen, ihr Heizsystem energiesparsamer zu machen, Doppelglasfenster einzubauen und ihr Dach zu isolieren.

Die Regierungen könnten Alternativen zur Erzielung derselben Ergebnisse vorschlagen, etwa die Finanzierung spezieller Programme oder freiwillige Vereinbarungen mit Lieferanten.

Weitere mögliche Maßnahmen:

  • Regierungen müssten den Energieverbrauch jedes Jahr durch Renovierung von mindestens 3 % aller öffentlichen Gebäude verringern und die Energieeffizienz als festes Vergabekriterium in alle Ausschreibungen der öffentlichen Hand aufnehmen;
  • Verbraucher müssten kostenlos besseren Zugang zu Informationen über ihren Energieverbrauch erhalten, so dass sie diesen besser kontrollieren können;
  • Großunternehmen müssten sich dahingehend durchleuchten lassen, wie sie ihren Verbrauch senken können, und kleinere Unternehmen würden entsprechende Anreize erhalten;
  • nationale Energieregulierer müssten vor allem bei der Genehmigung von Netztarifen die Energieeffizienz berücksichtigen.

Außerdem müssten die Regierungen die Effizienz neuer Kraftwerke überwachen und die Wärmerückgewinnung fördern.

 

Die nächsten Schritte

 

Die Regierungen der EU-Länder müssen die vorgeschlagenen Maßnahmen gutheißen. Sie fügen sich in eine langfristige Strategie ein, mit der Europa zu einer emissionsarmen und doch wettbewerbsfähigen Wirtschaft umgestaltet wird.

2014 wird die Kommission beurteilen, ob die EU wieder auf dem Weg ist, das Ziel einer Senkung des Energieverbrauchs um 20 % zu erreichen. Erforderlichenfalls wird sie neue Vorschläge mit bindenden nationalen Zielen machen. <>

 

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