Frischer Wind für Innovationen
10.02.11 - Mit Plänen zur Neuorientierung ihrer Forschungsfinanzierung will die EU der Innovation neue Impulse geben, die wirtschaftlichen Auswirkungen verstärken, die Einbeziehung der Forscher erleichtern und eine effizientere Verwendung von Steuergeldern gewährleisten.
Quelle: EU-Kommission
Von 2007 bis 2013 gab die EU rund 143 Milliarden Euro für Forschungs-
und Innovationsprojekte aus. Die Kommission bereitet derzeit das
Terrain für die nächste Finanzierungsrunde vor. Dabei stützt sie sich
auf die Prioritäten für die
Innovationsunion
,
deren Schaffung die Strategie Europa 2020 vorsieht.
Erste Vorschläge
legen den Schwerpunkt auf Projekte, die Herausforderungen wie
Gesundheit, alternde Bevölkerung, Klimawandel, Lebensmittelsicherheit
und Verknappung der natürlichen Ressourcen angehen.
Künftig soll auch die Finanzierung der gesamten Innovationskette besser koordiniert werden - von der Grundlagenforschung bis hin zur Markteinführung neuer Produkte und Dienstleistungen.
Vereinfachte Verfahren und Regelungen sollen Wissenschaftlern und Unternehmen die Zusammenarbeit sowie Anträge für EU-Gelder und deren Verwendung erleichtern. Der Erfolg von Projekten soll künftig regelmäßig geprüft werden, um sicherzustellen, dass Steuergelder wirkungsvoll verwendet werden.
Mehr Forschung und Entwicklung
Die Neuausrichtung der EU-Finanzierung wird dazu beitragen, die
Innovationslücke zwischen der EU und ihren Hauptkonkurrenten USA und
Japan zu schließen. Einer jährlichen Bewertung
![]()
zufolge sind die USA der EU in den meisten Bereichen
voraus. Andere aufstrebende Länder wie China und Brasilien holen rasch
auf.
Die Staats- und Regierungschefs der EU haben dem Konzept der
Kommission eine umfassende Unterstützung
![]()
zugesichert. Unter anderem sieht dieses Konzept
öffentlich-private Partnerschaften vor, damit mehr Innovationen rascher
zur Marktreife gelangen. Die erste Partnerschaft, die in diesem Jahr
ins Leben gerufen werden soll, wird Forschungs- und Entwicklungsarbeit
für neue Produkte und Dienstleistungen fördern, die zum aktiven und
gesunden Altern beitragen.
Die EU wird die Regierungen und die Industrie dazu anhalten, die Gesamtinvestitionen für FuE bis 2020 von 2 % des BIP im Jahr 2009 auf 3 % des BIP zu erhöhen. Bei Erreichen dieses Sollziels könnten 3,7 Millionen Arbeitsplätze geschaffen werden, und das Jahreswachstum könnte um bis zu 795 Milliarden Euro gesteigert werden.
Nächste Schritte
Eine öffentliche Konsultation
zu den
Vorschlägen läuft bis zum 20. Mai. Später in diesem Jahr wird die
Kommission konkretere Vorschläge zur Forschungsfinanzierung
vorlegen.




