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Innovation und Kreativität als Wirtschaftfaktor

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21.02.11 - Am 10. Februar trafen sich Experten aus Wissenschaft und Forschung im Europäischen Parlament um über Innovation und kreative technische Lösungen zu diskutieren, die sich in der Wirtschaft bewährt haben.

Quelle: EU-Parlament - Forschung und Innovation - 21.02.2011


Innovative Ideen als Motor für wirtschaftliche Entwicklung

Judith A. Merkies, Berichterstatterin des Ausschusses für Industrie, Forschung und Energie und niederlaändische Sozialdemokratin, machte zu Beginn der Anhörung deutlich, dass die Europäische Union Innovation brauche, um ihre weltweite Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern. Es gehe überdies darum, das die EU ihre Wissensbasis erweitern kann, ihre wirtschaftliche Stellung stärkt und die großen gesellschaftlichen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts meistert.

Ihr konservativer Kollege Herbert Reul (CDU) sagte, dass Innovation ganz einfach mit dem Funktionieren der EU im 21. Jahrhundert verwoben sei.

Europäische Kommission schlägt Investitionen vor

Laut aktuellen Zahlen ließen sich in Europa 3,7 Millionen neue Arbeitsplätze schaffen, wenn die EU-Staaten 3% ihres Bruttosozialproduktes in die Forschung stecken würden. Überdies, so die Kommission, brauche Europa einen neuen Ansatz für die Finanzierung von Innovationen, der auf kleine, dynamische innovative Unternehmen zugeschnitten ist und ihnen hilft zu wachsen. Es bedarf neuer Partnerschaften, um Risiken zu verteilen und Möglichkeiten für die Bündelung der verfügbaren Instrumente zu verbessern, gegebenenfalls auch auf transnationaler Ebene. Außerdem müssen Mittel auf EU-Ebene bereitgestellt werden, um die soziale Innovation voranzutreiben.

Urheberrecht ist notwendig

Zu den wichtigsten Rahmenbedingungen für Innovation gehört ein stabiles und ausgewogenes Urheberrechtssystems. Deshalb muss eine umfassende EU-Strategie für geistiges Eigentum erarbeitet werden. Es kann nicht angehen, dass ein und dasselbe Patent in Europa zehnmal so viel kosten kann wie in den USA oder Japan. Die Vereinheitlichung der nationalen Patentsysteme in Europa wird seit Ende der 1960er Jahre diskutiert, allerdings mit wenig Erfolg.

Reaktionen der Teilnehmer

Ein Teilnehmer aus den USA, Dr. Burton Lee von der Stanford School of Engineering, sagte dass es besonders wichtig sei das System an den Universitäten den Bedürfnissen der Wirtschaft anzupassen, ansonsten bleibe die Innovationsfähigkeit auf der Strecke. Judith Merkies stimmte ihm bei und sagte, dass Europa ambitiöser werden müsse bei den Definition von Zielen.

Reinhold Achatz, Vizepräsident der Siemens AG, sagte dass es einfach notwendig sei, dass die EU selbst weniger komplex, dafür aber schneller bei der Entscheidungsfindung werden müsse und sich auf klare politische Prioritäten konzentrieren müsse.

Die konservative spanische Abgeordnete Cristina Gutiérrez-Cortines (EVP) machte auf eine Besonderheit aufmerksam, die in Europa Probleme bereite: die Tendenz alles in Gesetze fassen zu müssen und dadurch die Flexibilität einzuschränken. 

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